Bevor Sie mit dem Devisenhandel beginnen und täglich Geld verdienen können, möchte ich Ihnen noch die Grundlagen des Devisenhandels vermitteln.
Was ist überhaupt Forex und Devisenhandel?
Der Devisenmarkt (Foreign Exchange market, FX Market, auch Forex, Währungsmarkt) ist der ökonomische Ort, an dem Devisenangebot und Devisennachfrage aufeinander treffen und zum ausgehandelten Devisenkurs getauscht werden. Der Devisenmarkt lässt sich nicht lokalisieren, weil der Devisenhandel ganz überwiegend zwischen den Marktteilnehmern direkt stattfindet und Devisenbörsen weitgehend abgeschafft wurden oder bedeutungslos geworden sind.
Wie werden die Währungen gehandelt?
In der Tabelle können Sie vier Währungspaare mit den Kursdaten vom 03.06.2010 um 10:20 Uhr sehen:
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Währungspaar |
Bid (Verkaufspreis) / Geldkurs |
Ask (Kaufpreis) / Briefkurs |
| EUR/USD | 1.2301 | 1.2304 |
| GBP/USD | 1.4689 | 1.4694 |
| USD/JPY | 92.60 | 92.62 |
| EUR/GBP | 83.74 |
83.78 |
Die erst genannte Währung bei einem Währungspaar ist die Basiswährung. Im Falle von EUR/USD, ist EUR die Basiswährung und USD die Gegenwährung. Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs wird als Spread bezeichnet (englisch Spanne, Spreizung). Bei EUR/USD beträgt dieser derzeit 3 Pips. Ihr Reingewinn beginnt also erst nach 3 Pips Kursänderung. Was den Handel mit dem Währungspaaren so interessant macht ist, dass die Kurse ständig in Bewegung sind. Sie haben nun zwei Möglichkeiten zu handeln.
- Wenn Sie davon ausausgehen, dass der EUR gegenüber dem USD stärker wird, dann kaufen Sie das Währungspaar zu 1.2304.
Steigt der Kurs auf 1.2317, dann haben Sie 16 Pips Gewinn erzielt.
- Falls Sie davon ausgehen, dass der EUR gegenüber dem USD schwächer wird, dann verkaufen Sie das Währungspaar zu 1.2301.
Fällt der Kurs auf 1.2287, dann haben Sie 14 Pips Gewinn erzielt.
Jetzt habe ich mehrmals das Wort Pip genannt, was ich Ihnen auch noch kurz erklären möchte. Ein Pip ist die Einheit der Kursänderung an der letzten Nachkommastelle. Ändert sich der Kurs um eine Stelle, dann war das ein Pip.
Hier sehen Sie wie laufende Trades (Handelspositionen) aussehen können:

In dem oben dargestellten Bild wird gerade das Währungspaar EUR/USD mit einem Betrag von 100$ gekauft. Eröffnet wurde die Position bei einem Kurs von 1.2303. Der aktuelle Kurs ist bei 1.2295. Die Differenz sind -8 Pips, welche sich im Spread und im negativen Gewinn wieder spiegeln.
Beim zweiten Währungspaar wurde USD/JPY mit einem Betrag von 200$ bei einem Kurs von 92.23 gekauft. Der aktuelle Kurs befindet sich bei 92.67. Die Differenz, die sich daraus ergibt sind 44 - 2 Pips Gewinn.
Auf dem Bild sind noch weitere Wesentliche Begriffe zu sehen:
- Einheiten: Das ist die Anzahl der Währungseinheiten, die sich durch das eingesetzte Kapital und das gewählte Risiko errechnen.
Sie sehen hier zum Beispiel, dass beide Positionen die gleiche Anzahl an Einheiten aufweisen aber unterschiedliches Kapital eingesetzt wurde. Das ergibt sich daraus, weil die Position EUR/USD mit doppeltem Risiko gehandelt wird im Vergleich zu USD/JPY.
- Stop Loss: Das ist die Grenze des maximalen Verlustes, den man bereit ist einzugehen. Wählen Sie hier mit Bedacht, um keine
Totalverluste zu erleiden.
- Take Profit: Das die Grenze des maximalen Gewinns. Sie fragen Sich vielleicht warum man seinen Gewinn begrenzen sollte?
Wie Sie schon wissen, unterliegen die Währungspaare ständigen Schwankungen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der Kurs sich auch wieder in die Gegenrichtung bewegen wird und somit auch den Gewinn minimiert. Je nachdem über
welche Dauer Sie die Positon geöffnet haben möchten (Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate etc.), sollten Sie Ihren
Take Profit und auch den Stop Loss anpassen.
Aufgrund dieser Tatsachen stellt sich natürlich die Frage, woher man denn im voraus wissen kann, in welche Richtung sich ein Währungspaar entwickeln wird. Vorweg muss ich dazu sagen, dass das niemand genau vorher sehen kann, aber es gibt viele Möglichkeiten die Kursentwicklungen abzuschätzen.
Das Wichtigste ist es den Trend zu erkennen. Es gibt ein Sprichwort, das lautet "trend is your friend".
Wie erkennt man den Trend?
Grundsätzlich lässt sich erst einmal sagen, dass ein Aufwärstrend durch immer höhere Hochs gekennzeichnet ist und im Gegensatz dazu ein Abwärtstrend durch immer tiefere Tiefs. Je nachem in welchem Zeitraster Sie handeln, kann es sein, dass sie sich in unterschiedlichen Trends befinden. Der Euro ist seit Monaten im Abwärtstrend (Stand: Juni 2010), dennoch hat er Tage bei denen ein Aufwärtstrend klar erkennbar ist.
Gut zu sehen sind die "higher highs" und "lower lows" hier:
Was man allerdings auch sehen kann ist, dass der Abwärtstrend auch wieder in einen Aufwärtstrend wechseln kann. Aus diesem Grund sollten Sie neben Ihren eigenen Analysen auch Handelssignale nutzen, um zu wissen, wann der Trend wechselt.
